NS-Verfolgte aus Benelux-Ländern
im Zuchthaus Hameln 1942–1945

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GEDENKSTÄTTE AUGUSTASCHACHT – Sonntag, 5. Juni 2016, 11 Uhr

Eröffnung der Ausstellung »NS-Verfolgte aus den Benelux-Ländern im Zuchthaus Hameln 1942–1945 – Schritte zur Erinnerung nach 70 Jahren«

Wir freuen uns, Sie zu der Eröffnung der Ausstellung »NS-Verfolgte aus den Benelux-Ländern im Zuchthaus Hameln 1942–1945 – Schritte zur Erinnerung nach 70 Jahren« einzuladen, und zwar am Sonntag, den 5. Juni 2016, um 11 Uhr in der Gedenkstätte Augustaschacht.

Die Ausstellungsmacher, Bernhard Gelderblom und Mario Keller-Holte, werden in die Ausstellung einführen. Der Hasbergener Bürgermeister Holger Elixmann wird ein Grußwort sprechen.

Die Ausstellung ist den 853 Männern aus den Benelux-Ländern gewidmet, die in den Jahren 1942–1945 als Gefangene im Zuchthaus Hameln einsitzen mussten. Sie waren zumeist Widerstandskämpfer. 212 überlebten die Zeit der Haft nicht.

Jedes einzelne Haftschicksal brachte Angehörigen und Freunden Ungewissheit und Leid. Den Tod verschmerzten sie ein Leben lang nicht, zumal nicht selten ein Grab als Trauerort fehlte. Auf die Familien konnte sich der Verlust in Gestalt jahrzehntelangen Verstummens und Verdrängens auswirken. Wer nach Deutschland, nach Hameln reiste, fand lange Jahre nichts, wo er hätte gedenken und trauern können.

Seit Jahren pflegt der Hamelner Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Kontakte zu ehemaligen Gefangenen und deren Nachkommen. Die Erkundung der generationenübergreifenden Folgen der NS-Verbrechen zeigt, dass die NS-Zeit bis heute das Verhältnis zwischen europäischen Nachbarn belastet.

Die Ausstellung entfaltet am Beispiel von acht Biographien die schmerzvolle Geschichte der »Verfolgung« und den mühseligen Prozess der »Erinnerung«. Ihre Erarbeitung erfolgte im Dialog mit den Opfern, ehemaligen Häftlingen und den Angehörigen zu Tode gekommener Häftlinge.

Die Ausstellung wurde vom Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln im Rahmen des EU-Projekts »Bürger aus den Niederlanden, Belgien und Luxemburg als NS-Verfolgte im Zuchthaus Hameln 1942–1945« erarbeitet. Die Realisierung des Projektes gelang mit Unterstützung des Programms »Europa für Bürgerinnen und Bürger« der Europäischen Union, Unterprogramm Aktion 4 – Aktive europäische Erinnerung – und unter Beteiligung der Stiftung niedersächsische Gedenkstätte.

Die Ausstellung ist vom 5. Juni 2016 bis zum 28. August 2016 in der Gedenkstätte Augustaschacht zu sehen. Der Eintritt ist Frei.

Weitere Informationen finden Sie unter www.euprojekt-zuchthaus-hameln.de.
 


 


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