»Konzentrationslager auf Schienen«

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CINEMA-ARTHOUSE OSNABRÜCK / BLUENOTE – Dienstag, 2. Juli 2019, ab 20 Uhr

»Konzentrationslager auf Schienen.
Die Geschichte der 5. SS-Eisenbahnbaubrigade«

Buchvorstellung von Karl Kassenbrock

Der Eintritt zur Veranstaltung beträgt im Vorverkauf € 6,--, an der Abendkasse € 8,--.
Eine Kartenreservierung ist unter Tel. 0541/350 88 10 erbeten.

In Zusammenarbeit mit den Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht e.V. stellt Karl Kassenbrock im Rahmen des LITTERA-Veranstaltungsprogramms der Buchhandlung zur Heide am Dienstag, den 2. Juli 2019, ab 20 Uhr im BlueNote des Cinema-Arthouse in Osnabrück sein soeben erschienenes Buch »Konzentrationslager auf Schienen. Die Geschichte der 5. SS-Eisenbahnbaubrigade« vor.
 


In seiner verdienstvollen und akribischen Arbeit beschäftigt er sich mit einer wenig beachteten Facette des nationalsozialistischen Lagerkosmos: dem Häftlingsalltag in einem mobilen Konzentrationslager.

Das Einsatzgebiet der 5. SS-Eisenbahnbaubrigade mit 500 KZ-Häftlingen war von Oktober 1944 bis April 1945 das Streckennetz um die Eisenbahnknotenpunkte Osnabrück und Rheine. Die Baubrigade musste die durch alliierte Luftangriffe entstandenen Schäden an den Bahnlinien beseitigen, um den militärischen Nachschub zu sichern.

»Lumpen, keine Kleidung, fast nichts zu fressen, entsetzlich schlechte Behandlung, Kälte und schwere Arbeit, dazu kamen noch fortdauernd Bomben, denn unser Standplatz war der Güterbahnhof in Osnabrück.« Mit diesen drastischen Worten umschrieb ein ehemaliger Häftling die Lebensverhältnisse in diesem »Konzentrationslagers auf Schienen«.

Auf der Grundlage bisher kaum beachteter Quellen, darunter das Einsatztagebuch der Brigade und zahlreiche Augenzeugenberichte, beschreibt Karl Kassenbrock die Organisation der 5. SS-Eisenbahnbaubrigade, die Arbeitseinsätze und die Lebenssituation der KZ-Häftlinge. Ebenso rekonstruiert er die Biografien einzelner Häftlinge und bietet weitere Einblicke in den Alltag der Brigade aus der Sicht der Betroffenen.

Karl Kassenbrock, geboren 1953, war Lehrer an einer Hauptschule. Bei der Erinnerungs- und Gedenkarbeit mit Schülern stieß er auf die Spur eines nahezu unbekannten »Geisterzuges« mit KZ-Häftlingen in Osnabrück. Danach begann für ihn eine mehr als sechsjährige Suche nach Quellen, die quer durch Europa führte und noch immer nicht abgeschlossen ist. Die bisherigen Ergebnisse dieser Recherche legt er nun der Öffentlichkeit vor.


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