Neue Broschüre zur Polizeigewalt und Zwangsarbeit

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GEDENKSTÄTTEN GESTAPOKELLER UND AUGUSTASCHACHT – Oktober 2020

Neue Broschüre zur Polizeigewalt und Zwangsarbeit
 
Die Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht veröffentlichen eine kompakte Broschüre zu ihrer neuen Ausstellung »Polizeigewalt und Zwangsarbeit«. Auf 48 Seiten sind die wichtigsten Inhalte und neue Forschungsergebnisse der Ausstellung anschaulich zusammengestellt. Abbildungen, Biografien und kurze Texte informieren über ein wenig beachtetes Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands. Das zahlreiche und gewalttätige Vorgehen der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) gegen ausländische Zwangsarbeitende im Zweiten Weltkrieg.

 



Die neue Broschüre der Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht kann von zwei Seiten gelesen werden: Dr. Jens Christian Wagner, Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, und Dr. Michael Gander, Geschäftsführer der Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht, (v.l.n.r.) zeigen die Seite der Broschüre, die mit der Gedenkstätte Gestapokeller beginnt. Die Georgsmarienhütter Bürgermeisterin Dagmar Bahlo und der Hasberger Bürgermeister Holger Elixmann halten die Vorderseite zur Gedenkstätte Augustaschacht in ihren Händen. Foto: Margarete Zimmermann, Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht

 

Im Mittelpunkt der Broschüre stehen die Geschichte der Gestapo Osnabrück und die Geschichte ihres Arbeitserziehungslagers Ohrbeck. Allein im Jahr 1943 notierte die Gestapo Osnabrück über 4.000 Maßnahmen gegen ausländische Menschen und in ihrem Arbeitserziehungslager Ohrbeck waren ab 1944 mehr als 2.000 Jugendliche und Männer aus 17 Ländern unter lebensbedrohlichen Bedingungen inhaftiert.

Kurze Lebensgeschichten stellen die Menschen dar, die von den Verfolgungen der Gestapo betroffen waren. Gezeigt wird auch, wer die Macht der Gestapo ausübte oder bei den Verfolgungen half. Erinnerungen und Fotos von Überlebenden, Karten zu Lager- und Geburtsorten in Europa, Fotos von historischen Dokumenten und Fundstücken aus der Lagerzeit, sowie aktuelle Fotos von der Ausstellung veranschaulichen die Geschichte und die Nachwirkungen von Polizeigewalt und Zwangsarbeit in der Region Osnabrück.

Die Broschüre richtet sich an Ausstellungsbesuchende, Interessierte und Bildungseinrichtungen. Durch ein Wendeformat werden beide Gedenkstätten mit ihren Ausstellungsteilen in einer Broschüre vereinigt und die Ausstellung in ihrem Zusammenhang deutlich. Auf diese Weise wird Gedenkstättengästen die weitere Beschäftigung mit den Inhalten des besuchten Ausstellungsteils ermöglicht und zugleich der Besuch der anderen Gedenkstätte angeregt.

Die Schulen in der Region Osnabrück erhalten die Broschüre kostenlos, um das Interesse an den Gedenkstätten als außerschulische Lernorte zu stärken und zur leichteren Einbeziehung der Geschichte der Gestapo Osnabrück und ihres Arbeitserziehungslagers Ohrbeck in den Unterricht.

Die Broschüre ist handlich ausgelegt und auf Deutsch, Englisch und Niederländisch erschienen. Sie kann in den Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht zum Preis von 5 Euro erworben werden. Den Druck förderten die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, die Stadt Georgsmarienhütte, die Stiftung Deutsches Holocaust-Museum und die Gemeinde Hasbergen.
 


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