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Foto: Christa Henke

Erneuerung der Erinnerung. Deutsch-niederländisches Kunstprojekt

Truus Menger und Volker Johannes Trieb bildeten den Kern einer Veranstaltungsreihe mit Filme, Theater und Workshops, die zur Unterbrechung der Erinnerung im Sinne ihrer Erneuerung an das Geschehen im sogenannten Arbeitserziehungslager, in welchem viele Niederländer inhaftiert waren, beitragen sollte. Die bekannte niederländische Bildhauerin Truus Menger, Widerstandskämpferin während der deutschen Besatzung in einer Gruppe mit Hannie Schaft, zeigte in den Räumen des Augustaschachtgebäudes eine Skulpturenausstellung, mit der sie als Zeitzeugin die Opfer und Leiden der Kriegszeit einbrachte in die Erkenntnis der notwendigen Entwicklung neuer friedfertiger Lebensläufe für unsere Kinder und Kindeskinder. Der Schöpfer des Mahnmals oberhalb des Augustaschachtes, der Osnabrücker Künstler Volker Johannes Trieb, errichtete gleichzeitig eine temporäre Installation aus Metallelementen und verbrannten Baumstämmen, die bis heute an der Gedenkstätte Augustaschacht zu sehen sind. Mit der Realisierung dieses Projektes, wurde unseres Wissens auch erstmalig in Niedersachsen ein gemeinsames Aufarbeiten und Fortführen der Erinnerungsarbeit an die NS-Vergangenheit in Deutschland und den Niederlanden an einem historischen Ort durch primär künstlerische Mittel in Ergänzung der historischen Darstellung, auf den Weg gebracht. Zu dem Kunstprojekt entstand ein gleichnamiger Katalog, der in der Gedenkstätte Augustaschacht erworben werden kann.

Ausstellungszeitraum: Vom 5. September bis zum 31. Oktober 2004


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Augustaschacht