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GEDENKSTÄTTE AUGUSTASCHACHT – Februar 2012 – Dezember 2014

[Bau]Phasen  
Ausstellung zur Gestalt und Geschichte des Augustaschachtgebäudes

Das Gebäude des Augustaschachts und seine Umgebung sind geprägt von den Veränderungen der Nachkriegszeit. Wie es zur Zeit des »Arbeitserziehungslagers Ohrbeck«, einem KZ der Osnabrücker Gestapo, dort aussah, ist auf den ersten Blick nicht mehr erkennbar.

Bauhistoriker des Berliner Büros für Zeitgeschichte und Denkmalpflege und Archäologen der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück begaben sich daher auf Spurensuche. Sie sammelten Hinweise im Gebäudeinneren des Augustaschachtes, werteten Archive nach Fotos und Bauzeichnungen aus, legten Reste von Wegen und Nebengebäuden frei und bargen Fundstücke. Junge Menschen aus vielen Ländern unterstützten die Ausgrabungen.

Auf diese Weise ergaben sich neue Erkenntnisse zur Gestalt der im Augustaschacht von 1940 bis 1945 nacheinander bestehenden Kriegsgefangenen- und NS-Zwangslager, aber auch zum industriellen Ursprung des Gebäudes im 19. Jahrhundert und zu seiner Verwendung als Wohnstätte für Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg. Manche älteren Annahmen zur Baugeschichte wurden nun korrekturbedürftig, zugleich entstanden neue Fragstellungen.

Die Ausstellung [Bau]Phasen zeigt erstmals zahlreiche Ausgrabungsfundstücke und unbekannte Fotos. Sie gibt Einblick in die überraschenden Ergebnisse dieser Spurensuche. Sie wurde am 5. Februar 2012 durch Landrat Dr. Michael Lübbersmann in der Gedenkstätte Augustaschacht eröffnet.

Der Landkreis Osnabrück, die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte ermöglichten mit ihrer Förderung die Forschungen und die neue Ausstellung.

Ausstellungszeitraum: Februar 2012 – Dezember 2014. Nun Dauerausstellung


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Augustaschacht