Frühere Workcamps

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GEDENKSTÄTTE AUGUSTASCHACHT – Sommer 2014

Deutsch-russisch-ukrainisches Workcamp in der Gedenkstätte Augustaschacht schafft neue Freundschaften


  Zum Abschluss der Grabungen dankte Kreisrat Dr. Wilfried Wilkens (Ganz rechts) den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Workcamps für ihr Engagement bei der Erinnerungsarbeit in der Region Osnabrück und äußerte die Hoffnung, dass die Grabungen im nächsten Jahr weitergehen mögen. Die Pressereferentin des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land e.V., Gabriele Janz (Hintere Reihe, 3.v.l.), überreichte den internationalen Freiwilligen und dem Grabungsleiter André Schmalkuche (Hintere Reihe, 5.v.l.) zum Dank die Dokumentation von Dr. Volker Issmer über das Arbeitserziehungslager Ohrbeck.
Foto: © Gedenkstätte Augustaschacht

Dreizehn junge Freiwillige aus Russland, der Ukraine, Deutschland und weiteren Ländern haben zwei Wochen lang auf Einladung der Gedenkstätte Augustaschacht und von Service Civil International nach Spuren der Geschichte auf dem Gelände des ehemaligen Arbeitserziehungslagers Ohrbeck gegraben. Mit viel Engagement bewegten und untersuchten sie über 40 Tonnen Erde und Steine.

Trotz langer Regenphasen legte die internationale Gruppe gemeinsam weitere Grundmauern eines Wohnhauses, das dem früheren Arbeitserziehungslagers Ohrbeck, einem KZ der Osnabrücker Gestapo, benachbart war, frei. Zudem entdeckten Sie bislang unbekannte Anbauten, Zeugnisse des alltäglichen Lebens und einen vermutlichen Uniformknopf, der noch näher von den Restauratoren der archäologischen Denkmalpflege und Kreisarchäologie in Stadt und Landkreis Osnabrück untersucht werden muss.

In Workshops, Stadtrundgängen und Exkursionen nach Bremen und zum Untertauchermuseum im niederländischen Aalten vertieften sie ihr Wissen, um die Erinnerungskultur in Deutschland und in den Niederlanden. Insbesondere die Namen der toten Kinder auf dem Mahnmal am Augustaschacht bewegten die Teilnehmer der Workcamps sehr.

Die jungen Leute im Altern von 18 bis 26 Jahren übernachteten im Haus des Deutschen Roten Kreuzes in Holzhausen. Gerade das gemeinsame Leben und Kochen empfanden sie als große Bereicherung. Viele neue Freundschaften wurden geschlossen, die nun über die sozialen Netzwerke weitergeführt werden sollen. Auf die Frage nach den Kämpfen in der Ukraine und dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine angesprochen, betonten die Workcampteilnehmer, dass sie jenseits unterschiedlicher Auffassungen und Nationalitäten Freunde geworden seien.

Das Workcamp und die Ausgrabungen wurden vom Landschaftsverband Osnabrücker Land, der Stadt Georgsmarienhütte, der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch und der Stiftung Deutsches Holocaust Museum gefördert, sowie von der Gärtnerei Wöhrmann und privaten Spendern unterstützt.


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