Frühere Workcamps

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GEDENKSTÄTTE AUGUSTASCHACHT – August 2013

Freiwillige aus Japan, Taiwan und Italien unterstützen deutsch-russisches Workcamp
 
Aus mehr Ländern waren in den vergangenen Jahren noch keine Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem Workcamp der Gedenkstätte Augustaschacht angereist. Erstmalig beteiligen sich junge Frauen aus Japan, Taiwan und Italien an dem deutsch-russischen Workcamp in Kooperation mit Service Civil International. Zusammen mit den Freiwilligen aus Spanien, Kirgistan und Moldawien engagieren sich 15 Frauen und Männer aus 8 Ländern bei der Erforschung der Geschichte des Augustaschachtes. Mit Anleitung der Stadt- und Kreisarchäologie setzen sie für zwei Wochen die Freilegung eines Wohnhauses fort, das dem früheren Arbeitserziehungslagers Ohrbeck, einem KZ der Osnabrücker Gestapo, benachbart war.

Auf den Fundamenten der Außenmauer des ehemals dem Augustaschachtgebäude benachbarten Wohnhauses stehen die Freiwilligen aus 8 Ländern. Im Schatten der Bäume, die das im Jahr 1968 abgerissene Gebäude überwachsen haben, legen sie behutsam die Reste der langen Hauswand frei. Am Aktionstag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (8. September 2013) werden auch die Ergebnisse der Grabungen auf dem Gelände der Gedenkstätte Augustaschacht vorgestellt. Foto: André Schmalkuche

Sie sind zumeist zwischen 18 und 27 Jahren alt, und bringen eigene Bezüge zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges mit. Ayano Teruya stammt von der südlichen japanischen Insel Okinawa, die im letzten Kriegsjahr eine der letzten großen verherrenden Schlachten erlebte, der auch Mitglieder ihrer Familie zum Opfer fielen. Ivan Vorontsov aus Russland ist mit 57 Jahren der erfahrenste Campteilnehmer, der während seines Aufenthaltes im Osnabrücker Land auch einen Besuch am Grab seines in Torgau in der deutschen Kriegsgefangenenschaft verstorbenen Großvaters fest eingeplant hat.

In Workshops, Exkursionen und einem Zeitzeugengespräch mit einem Osnabrücker, der als Jude in der Sowjetunion den Zweiten Weltkrieg und die Judenverfolgung der deutschen Besatzungsmacht überlebt hatte, vertiefen die Teilnehmer des Workcamps die durch die Grabungen aufgeworfenen Themen. Auf diese Weise können sie auch ihre eigenen Familiengeschichten und aktuellen Lebenserfahrungen einbringen.

Das deutsch-russische Workcamp wird von der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, der Stadt Georgsmarienhütte, dem Lions Club Osnabrück und von engagierten Bürgern gefördert und von dem Deutschen Roten Kreuz in Holzhausen und der Bildungswerkstatt Georgsmarienhütte unterstützt.

> Weiteres zu den Aktivitäten 2013
> Allgemeine Infos zu den Workcamps


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