17.11.2026
05.11.2026
Iwan Kowal aus der Ukraine und Stanislaw Gontek aus Polen wurden am 16. April 1945 – nur zwölf Tage nach ihrer Befreiung – in dem Ort Wellendorf von Anwohnern ermordet. Eine private Initiative bemühte sich in den vergangenen Jahren in Zusammenwirken mit den Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht darum, ein sichtbares Gedenkzeichen zu schaffen. In Erinnerung an die Opfer und die lange beschwiegene Tat wurde 2025 anlässlich des 80. Jahrestages der Tat ein Mahnmal von Künstler Przemyslaw Martyna auf dem Friedhof in Kloster Oesede eingeweiht. Seitdem hat sich einiges getan. Das Mahnmal selbst ist im öffentlichen Bewusstsein angekommen, so wurde etwa eine Gedenkstunde am Volkstrauertag 2025 dort abgehalten. Die Gedenkstätten haben weitere Recherchen nach Angehörigen der beiden Opfer betrieben. Wertvolle Hinweise auf die Geschehnisse konnte eine Person geben, die anonym bleiben möchte; die Person kannte persönlich die Opfer und die Täter.
Ein Jahr nach der Eröffnung des Mahnmals möchten die Gedenkstätten nun im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung über den Fortgang ihrer Forschungen zur Herkunft von Iwan Kowal und Stanislaw Gontek und zur Geschichte der Tat berichten. Dazu sind am Dienstag, den 17. November um 19.00 Uhr alle Interessierten in die Klosterpforte in Kloster Oesede / Georgsmarienhütte, Königstraße 1 eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Die Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht danken dem Heimatverein Kloster Oesede e.V. für die Erlaubnis, die Veranstaltung in der Klosterpforte abhalten zu können.