19.08.2026
Vom 8. bis 14. August 2026 führte die Gedenkstätte Augustaschacht in Kooperation mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. (ASF) ein Workcamp durch. Die elf geschichtsinteressierten Freiwilligen im Alter von 18 bis 71 Jahren aus Israel, Frankreich und Deutschland untersuchten unter Anleitung des archäologischen Fachbüros Denkmal 3D einen Abschnitt des Gedenkstättengeländes. Die zutage gekommenen Bodenfunde wurden anschließend gesäubert, vermessen und fotografiert, um sie für die Gedenkstättenarbeit nutzbar zu machen.
Für die Freiwilligen bedeutete das Workcamp, Geschichte praktisch kennenzulernen: Arbeiten am historischen Ort, die Suche nach materiellen Zeugnissen und die unmittelbare Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Gleichzeitig stand auch die Begegnung im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden waren während der Camptage im Haus Ohrbeck in Holzhausen untergebracht, wo sie sich selbst versorgten. Archäologische Spurensuche wurde so zum Ausgangspunkt für Austausch, gemeinsames Lernen und Erinnerungsarbeit.
"Ich nehme an dem Workcamp teil, weil ich es wichtig finde, die Vergangenheit zu bewahren. Diese Form von Erinnerung ist eine besondere Gelegenheit, Einblicke in die Archäologie als Diszplin zu bekommen, die sich genau mit diesen Problemen beschäftigt, aber ganz andere Ansätze als die Geschichtswissenschaft nutzt", sagt Linus aus Deutschland.
Ältester Teilnehmer war der 71-jährige Gideon aus Israel:" Ich bin Archäologe und war sehr interessiert daran, wie die Deutschen am Beispiel der Ausgrabungen am Augustaschacht mit ihrer Vergangenheit umgehen, wie sie zu den Funden stehen und diese präsentieren."
Der Landkreis Osnabrück, der Landschaftsverband Osnabrücker Land, das Land Niedersachsen und die Dr. Hans-Jürgen Häßler Stiftung förderten das Workcamp.
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