
Vom 3. Mai bis 30. Juni zeigen wir in der Gedenkstätte Augustaschacht die Sonderausstellung "trotzdem da! – Kinder aus verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter*innen". Der Eintritt ist frei.
Während der Zeit des Nationalsozialismus waren freundschaftliche und intime Kontakte zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter*innen unerwünscht. Zum Teil waren sie streng verboten. Doch sie sind "trotzdem da": Kinder, die aus solchen Beziehungen hervorgegangen sind. Ihre Geschichten wurden lange tabuisiert. Sie sind wissenschaftlich wenig erforscht und in der Erinnerungskultur kaum präsent. Die Wanderausstellung "trotzdem da!" ist ihren Lebensgeschichten gewidmet.
Die Ausstellung ist das Ergebnis eines überregionalen Forschungs- und Ausstellungsprojekts, das 2023 und 2024 von der Gedenkstätte Lager Sandbostel umgesetzt wurde.
Auf der Website zur Ausstellung finden sich vertiefende Informationen: Biografien, historische Hintergründe und Wissenswertes zum Projekt. Ergänzend stehen Bildungsmaterialien für Multiplikator*innen zur Verfügung. https://trotzdemda.de/
Außerdem ist ein Begleitband zur Ausstellung erhältlich. Basierend auf der Ausstellung widmet sich der Katalog den Lebensgeschichten von Kindern aus verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Zwangsarbeiter*innen oder Kriegsgefangenen. Ergänzt werden die Ausstellungsinhalte durch Begleittexte, die einen Einblick in die Projektarbeit und eine Vertiefung der Inhalte bieten. Der Begleitband wird herausgegeben von Lucy Debus uns Andreas Ehresmann und erscheint beim Verlag Assoziation A (24 Euro). Er ist in der Gedenkstätte Augustaschacht käuflich zu erwerben.
Die Ausstellung in der Gedenkstätte Augustaschacht wird gefördert von der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, dem Landkreis Osnabrück und der Gemeinde Hasbergen.